Tunnelvortriebsmaschine für BBT-Stollen in Aicha vorübergehend gestoppt

August 26, 2009 Tunnelvortriebsmaschine für BBT-Stollen in Aicha vorübergehend gestoppt
Bei Ausbruchsarbeiten für den Erkundungsstollen Aicha-Mauls sind schwierige Gebirgsverhältnisse aufgetreten. Vorübergehend wurde die Tunnelbohrmaschine bei einem Vortriebsstand von 6.151 Meter angehalten. Am 11. und 12. August hat der BBT-Vorstand auf der Baustelle für den Erkundungsstollen Aicha-Mauls Begehungen durchgeführt. Der Verfahrensverantwortliche, die Bauaufsicht und die ausführenden Unternehmen führten anschließend die Überprüfungen der Gebirgseigenschaften des Tunnels durch […]

Bei Ausbruchsarbeiten für den Erkundungsstollen Aicha-Mauls sind schwierige Gebirgsverhältnisse aufgetreten. Vorübergehend wurde die Tunnelbohrmaschine bei einem Vortriebsstand von 6.151 Meter angehalten.

Am 11. und 12. August hat der BBT-Vorstand auf der Baustelle für den Erkundungsstollen Aicha-Mauls Begehungen durchgeführt.
Der Verfahrensverantwortliche, die Bauaufsicht und die ausführenden Unternehmen führten anschließend die Überprüfungen der Gebirgseigenschaften des Tunnels durch und leiteten die für die Wiederaufnahme der Arbeiten erforderlichen Maßnahmen ein.

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist der Erkundungsstollen Aicha auf eine steilstehende Störzone gestoßen, die parallel zur Tunnelachse verläuft.
Der Tunnelausbruch bewirkte eine Setzung des Gebirges. das nun horizontalen Druck auf die Tunnelschale ausübt. An den Betonfertigteilen werden derzeit Verformungen beobachtet. Halbseitig ist die Tunnelinnenschale stabil, hier befindet sich das Bauwerk in kompaktem Granit.

Bei den, im Zuge des Vortriebs, durchgeführten Messungen konnten keine warnenden Vorzeichen festgestellt werden. Aus dem derzeitig bekannten geologischen Profil erkennt man keine weiteren, parallel zu der angetroffenen Störzone, verlaufenden Störungen.

Die BBT hat eine Gruppe von Fachexperten für die Aktualisierung des geologisch-geotechnischen Modells eingerichtet. Die Baufirma ATB wird die ersten Vorschläge zur Lösung des Problems sowie zur Wiederaufnahme der Arbeiten demnächst unterbreiten.

Derzeit wartet man auf die Ergebnisse der geotechnischen Untersuchungen, damit alle notwendigen Maßnahmen getroffen und mit dem Vortrieb wieder begonnen werden kann.

Das beweist, daß durch den vorauseilenden Ausbruch des Erkundungsstollens im Vorfeld die geologischen Verhältnisse für den Haupttunnel besser erkundet und damit die Risiken reduziert werden können.

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