Hydrogeologie
Die Grundwasserkunde stellt einen besonderen Schwerpunkt in der Planung und im Bau des Brenner Basistunnels dar.
Um den Wasserhaushalt zu untersuchen, werden seit über sechs Jahren Quellen, Brunnen und Gewässer im gesamten Projektgebiet periodisch gemessen; derzeit sind ca. 1.000 Messorte vorhanden. Alle vier Wochen wird im Zuge der wasserwirtschaftlichen Beweis-
sicherung die Wassermenge, die Wassertemperatur und die Leitfähigkeit des Wassers untersucht.
Mit Hilfe der Bohrlöcher konnte die Wasserdurchlässigkeit der Gesteine auch auf Tunnelniveau ermittelt werden. Die Untersuchungen zeigen, dass die erdgeschichtlichen (geologischen) Verhältnisse speziell in den schwierigen Zonen günstiger sind, als im Vorprojekt (2002) angenommen. Durch die guten geologischen Voraussetzungen wird das Risiko der Beeinträchtigung von Quellen allgemein als gering bezeichnet, trotzdem wird dem Thema größte Aufmerksamkeit gewidmet. Das gesamte Monitoring Programm über den Wasserhaushalt kommt während der gesamten Bauzeit zum Einsatz.



