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FAQ

Wie schaut das derzeitige Betriebskonzept des BBT aus?

Mit Inbetriebnahme des Basistunnels (2020/22) werden 120 Güterzüge pro Tag im Basistunnel und max. 22 Güterzüge auf der Bestandsstrecke verkehren. 5 Jahre nach Betriebsbeginn werden 202 Güterzüge pro Tag im Basistunnel und max. 22 Güterzüge auf der Bestandsstrecke verkehren.
Auf der Bestandsstrecke wird weiterhin eine geringe Anzahl an Güterzügen verkehren, da diese Waren transportieren, welche aus Sicherheitsgründen nicht durch den Tunnel fahren dürfen z.B. Gefahrengut. Ein Güterzug im Basistunnel kann mit einer Lokomotive ein Vielfaches an Gütern transportieren als derzeit 3 Lokomotiven gemeinsam auf der Bestandsstrecke.

Warum spricht man bei der EU Finanzierung von zwei Abschnitten, bis 2013 und ab 2014?

Der Haushalt der Europäischen Union wird für 7 Jahre erstellt. Die Perioden laufen von 2007-2013 und 2014-2020. Die TEN-Projekte werden aus dem EU-Haushalt finanziert. Im Rahmen der TEN-Leitlinien werden Infrastrukturprojekte in Europa mitfinanziert. Für den Bau des Brenner Basistunnels hat die BBT SE ein Ansuchen zur Mitfinanzierung für die Haushaltsperiode von 2007-2013 gestellt. Ein weiteres wird zum gegeben Zeitpunkt für die Periode von 2014-2020 erfolgen. Beim Ansuchen zur Mitfinanzierung hat man der EU die Gesamtkosten (6 Mrd. ? - Preisbasis 2006) des Projektes mitgeteilt. Detailliert wurden die anfallenden Kosten bis 2013 aufgezeigt (1,8 Mrd. ?.). Die Mitfinanzierung seitens Brüssel ist mit einer Obergrenze von 30% der anfallenden Kosten beschränkt. Der Brenner Basistunnel wurde in der Haushaltsperiode bis 2013 mit dem bisher von der EU höchsten genehmigten Betrag von 592,65 Mio. ? unterstützt. Dies entspricht 27% der beantragten Summe. Dazu kommen weitere 193,35 Mio. ? für den Bau des Erkundungsstollens, dies entspricht 50% der Gesamtkosten für den Erkundungsstollen. Zudem wurden die Planung der nördlichen und südlichen Zulaufstrecken mit je 58 Mio. ? unterstützt.

In der Haushaltsperiode von 2014-2020 wird man erneut einen Antrag zur Mitfinanzierung in Brüssel stellen. Bereits im Haushalt von 2001-2006 hat man 45 Mio. ? von der EU für die Projektierung erhalten.

Trifft es zu, dass im Zuge der Arbeiten für den Bau des Pilotstollens mit Asbest im Abraummaterial zu rechnen ist?

Es entspricht nicht den Tatsachen, dass bei der Errichtung des Erkundungsstollens des Brenner Basistunnels größere Mengen an Asbest im Ausbruchsmaterial erwartet werden und auch nicht, dass bei der Deponieplanung Maßnahmen gesetzt wurden, die darauf abzielen große Mengen an Asbest zu deponieren. Zudem wurden in keiner bisher durchgeführten Bohrung (ca. 200 Bohrungen im gesamten Projektgebiet über eine Gesamtlänge von 28000 Meter) Asbestmineralien vorgefunden und auch nicht in den geologischen Kartierungen, die entlang der Trasse in einem zwischen 5 und 10 km breiten Streifen, also auf einem entsprechend repräsentativen Abschnitt, durchgeführt wurden. Rein geologisch betrachtet bestehen die Gesteinsformationen, die theoretisch potentielle Spuren von Asbestfasern enthalten könnten, aus serpentinitischen Gesteinslinsen,
von denen jedoch nur vernachlässigbare Mengen mit einer geringen Ausdehnung gefunden wurden. In diesen serpentinitischen Gesteinslinsen wurden auf jeden Fall keine Asbestmineralien vorgefunden.